Wie laut sind 80 dB?

80 dB sind sehr laut, etwa so laut wie ein Pkw, der mit 50 km/h in 1 m Abstand vorbeifährt. Am Arbeitsplatz ist 80 dB(A) der untere Auslösewert: Ab dieser Tagesbelastung muss der Arbeitgeber Gehörschutz zur Verfügung stellen. Straßenlärm erreicht im Jahresmittel solche Werte nicht; die Lärmkarte endet bei „75 dB und mehr“.

Lage von 80 dB auf der Dezibel-Skala

Am Arbeitsplatz gilt: Ab 80 dB Tages-Lärmexposition muss der Arbeitgeber Gehörschutz anbieten, ab 85 dB ist er Pflicht. Straßenlärm erreicht in der Lärmkarte höchstens die Stufe „75 dB und mehr“.

Mehr Beispiele und warum +10 dB doppelt so laut klingen: Dezibel-Tabelle

80 dB im Vergleich: Beispiele von 70 bis 90 dB

Ein Pkw, der mit 50 km/h in 1 m Abstand an Ihnen vorbeifährt, erreicht nach der Skala der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg 80 dB(A). Zehn Dezibel leiser ist ein Staubsauger, zehn Dezibel lauter ein Lkw im selben Abstand. Die LUBW beschreibt den Sprung so: Ein Auto mit ca. 80 dB(A) empfinden wir als doppelt so laut wie einen Rasenmäher mit 70 dB(A).

80 dB ist der Bereich, in dem Lärm nicht mehr nur stört, sondern bei langer Einwirkung das Gehör belastet. Deshalb ist diese Zahl im Arbeitsschutz fest verankert.

Beispiele von 70 bis 90 dB (Momentanwerte, eine Referenzskala für alle Seiten)
PegelBeispiel
70 dBein Staubsauger
70 dBein fließender Gebirgsbach
80 dBein Pkw mit 50 km/h in 1 m Abstand
90 dBein Lkw in 1 m Abstand

Quelle: LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg: Psst! Informationen zum Thema Lärm

Die Werte der Lärmkarte sind Jahresmittel mit Abend- und Nachtzuschlag (Lden), keine Momentanwerte wie in dieser Tabelle.

80 dB: Ab wann schadet Lärm dem Gehör?

Das Bayerische Landesamt für Umwelt ordnet 80 dB(A) als Beginn des Bereichs „Minderung des Hörvermögens“ ein. Schon eine vorübergehende Einwirkung sehr lauter Geräusche kann die Hörschwelle zeitweilig verschieben und Tinnitus auslösen. Wer häufig und lange solchem Lärm ausgesetzt ist, riskiert bleibende Schäden; das Landesamt nennt eine Vertaubung bei lang dauernden Einwirkungen ab etwa 80 bis 85 dB(A), zum Beispiel durch Heimwerkergeräte.

Entscheidend ist die Dosis, also Pegel mal Dauer. Jeweils 3 dB mehr bedeuten doppelte Schallenergie. Ein Heimwerker, der eine Stunde lang ein lautes Gerät nutzt, hat eine andere Belastung als jemand, der acht Stunden am Tag daneben arbeitet. Laut LUBW sind bundesweit etwa vier Millionen Beschäftigte gesundheitlich relevantem Lärm ausgesetzt, und Lärmschwerhörigkeit steht seit Jahren an erster Stelle der anerkannten Berufskrankheiten.

Regeln am Arbeitsplatz: 80 und 85 dB

Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung legt zwei Schwellen für den Tages-Lärmexpositionspegel fest, also den Mittelwert über eine Achtstundenschicht:

  • Unterer Auslösewert: 80 dB(A) Tagesbelastung oder 135 dB(C) Spitzenpegel. Der Arbeitgeber stellt Gehörschutz zur Verfügung.
  • Oberer Auslösewert: 85 dB(A) Tagesbelastung oder 137 dB(C) Spitzenpegel. Gehörschutz muss getragen werden, der Lärmbereich wird gekennzeichnet.

Bei 80 dB(A) gilt also: Der Arbeitgeber muss geeigneten Gehörschutz bereitstellen, wenn technische Maßnahmen den Wert nicht senken. Tragen ist hier noch freiwillig, aber ratsam. Die LUBW empfiehlt, bei geräuschintensiven Arbeiten zur Vorsorge stets Gehörschutz zu tragen. Ab 85 dB(A) ist das Tragen Pflicht.

Jahresmittel oder Momentanwert? Warum die Lärmkarte anders misst

Der Pkw mit 80 dB ist ein Augenblick direkt neben Ihnen. Die Lärmkarte zeigt dagegen den Jahresmittelwert des Straßenlärms vor den Häusern, und ihre höchste Stufe heißt „75 dB und mehr“. Die Werte der Lärmkarte lassen sich deshalb nicht mit den Auslösewerten des Arbeitsschutzes vergleichen, die sich auf die Lärmdosis einer Achtstundenschicht am Ohr beziehen. Bei Straßenlärm stehen nach den Fachbehörden andere Wirkungen im Vordergrund, vor allem Belästigung, gestörter Schlaf und Stress.

Wie laut ist es an Ihrer Adresse?

Der Lärm-Check zeigt die Stufen der Lärmkarte von 55 bis „75 dB und mehr“ an Ihrer Adresse. Werte wie 80 dB werden Sie dort nicht finden, aber die Stufen darunter sagen viel über Ihre Wohnlage. Die höchste Stufe erklärt die Seite 75 dB, alle Werte im Überblick die Dezibel-Tabelle.

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Häufige Fragen

Ist 80 dB laut?

Ja, 80 dB sind sehr laut, etwa so laut wie ein Pkw mit 50 km/h in 1 m Abstand.

Ab wie viel Dezibel ist Lärm schädlich?

Dauerhafter Lärm ab etwa 85 dB kann das Gehör schädigen; ab 80 dB Tages-Lärmexposition muss der Arbeitgeber Gehörschutz anbieten. Schon deutlich leiserer Dauerlärm wie Straßenlärm ab etwa 53 dB im Jahresmittel kann laut WHO Schlaf und Herz-Kreislauf belasten.

Wie lange darf man 80 dB ausgesetzt sein?

Am Arbeitsplatz gilt 80 dB als unterer Auslösewert für einen 8-Stunden-Tag. Jede Erhöhung um 3 dB halbiert die Zeit, die dem gleichen Gehörrisiko entspricht.

Quellen

  1. Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung, §§ 2, 6 und 8, Bundesministerium der Justiz (abgerufen am )
  2. Psst! Informationen zum Thema Lärm (Referenzskala; Lärm am Arbeitsplatz), LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (abgerufen am )
  3. Lärm – Hören, messen und bewerten, Bayerisches Landesamt für Umwelt (abgerufen am )