Dezibel-Tabelle: Wie laut ist was?

Dezibel (dB) messen den Schallpegel auf einer logarithmischen Skala von der Hörschwelle bei 0 dB bis zur Schmerzgrenze bei 120 bis 130 dB. Flüstern liegt bei etwa 30 dB, ein Gespräch bei 60 dB, ein Staubsauger bei 70 dB und ein Lkw in 1 m Abstand bei 90 dB. Zehn Dezibel mehr empfinden wir etwa als doppelt so laut.

Dezibel-Tabelle von 0 bis 130 dB

Die folgende Tabelle ordnet Alltagsgeräusche auf der Dezibel-Skala ein. Alle Werte stammen aus einer einzigen Quelle, der Übersicht „Beispiele für Geräusche des Alltags mit ihren Schallpegeln“ der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW). Wir verwenden diese Skala auf allen Seiten von Lärmatlas, damit die Vergleiche zueinander passen. Die Werte sind gerundete Richtwerte in Stufen von zehn Dezibel; ein einzelnes Gerät kann je nach Modell und Abstand lauter oder leiser sein.

Wie die LUBW betont, hängt das Empfinden nicht nur vom Pegel ab: Vogelgezwitscher und ein Gespräch erreichen beide 60 dB, ein fließender Gebirgsbach so viel wie ein Staubsauger. Ob ein Geräusch als Lärm erlebt wird, hängt auch davon ab, wann es auftritt, wie es klingt und ob man es beeinflussen kann.

Dezibel-Tabelle von 0 bis 130 dB (Momentanwerte, eine Referenzskala für alle Seiten)
PegelBeispiel
0 dBdie Hörschwelle
10 dB„Stille“
20 dBder Klick einer PC-Maus in 3 m Entfernung
30 dBFlüstern
30 dBeine windstille Nacht in sehr ruhiger Umgebung
40 dBein Kühlschrank
50 dBleise Musik
50 dBein ruhiges Wohngebiet im Grünen
60 dBein Gespräch
60 dBVogelgezwitscher oder Meeresrauschen
70 dBein Staubsauger
70 dBein fließender Gebirgsbach
80 dBein Pkw mit 50 km/h in 1 m Abstand
90 dBein Lkw in 1 m Abstand
100 dBeine Kreissäge oder eine übliche Diskothek
110 dBein Presslufthammer in unmittelbarer Nähe
120 dBeine Trillerpfeife in Ohrnähe (Schmerzgrenze)
130 dBGeräusche an der Schmerzgrenze, die körperlich wehtun

Quelle: LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg: Psst! Informationen zum Thema Lärm

Was ist Dezibel?

Dezibel, abgekürzt dB, ist die Einheit für den Schalldruckpegel. Sie ist nötig, weil das Ohr einen gewaltigen Bereich abdeckt: Nach dem Bayerischen Landesamt für Umwelt liegt die Hörschwelle bei einem Schalldruck von etwa 0,00002 Pa, die Schmerzgrenze bei etwa 20 Pa. Der Empfindlichkeitsbereich des Gehörs erstreckt sich damit über sechs Zehnerpotenzen. Die logarithmische Dezibel-Skala presst diesen Bereich in handliche Zahlen von 0 bis etwa 130.

Für Lärm wird meist dB(A) angegeben. Das „A“ steht für einen Filter, der die Frequenzempfindlichkeit des Gehörs nachbildet: Das Ohr hört Töne von etwa 16 bis 16.000 Hz und ist bei etwa 4.000 Hz am empfindlichsten. Sehr tiefe und sehr hohe Töne zählen deshalb weniger. Eine Pegeländerung von 1 dB ist gerade noch hörbar.

Rechnen mit Dezibel: +3 dB und +10 dB

Weil die Skala logarithmisch ist, gelten ungewohnte Rechenregeln. Die wichtigsten, nach dem Bayerischen Landesamt für Umwelt und der Stadt Kaiserslautern:

ÄnderungWas physikalisch passiertWie es klingt
+ 1 dBkleine Zunahmegerade noch hörbar
+ 3 dBdoppelte Schallenergie, zum Beispiel zwei gleich laute Quellen statt einerdeutlich wahrnehmbar
+ 10 dBzehnfache Schallenergie, zum Beispiel zehn gleich laute Quellenetwa doppelt so laut
doppelter Abstand zu einer kleinen QuellePegel sinkt um 6 dBdeutlich leiser
doppelter Abstand zu einer nahen StraßePegel sinkt um 3 dBwahrnehmbar leiser

Zwei Folgerungen sind für Straßenlärm wichtig: Halb so viel Verkehr bringt nur etwa 3 dB weniger. Und zwei Geräusche mit 60 dB ergeben zusammen nicht 120 dB, sondern 63 dB.

Wie laut sind Staubsauger, Auto, Gespräch und Lkw?

Die häufigsten Fragen in der Übersicht, mit den Werten der Referenzskala:

  • Gespräch: etwa 60 dB(A). Mehr dazu unter 60 dB.
  • Staubsauger: etwa 70 dB(A), siehe 70 dB.
  • Auto: Ein Pkw mit 50 km/h erreicht in 1 m Abstand etwa 80 dB(A), siehe 80 dB.
  • Lkw: In 1 m Abstand etwa 90 dB(A). Laut Umweltbundesamt ist ein Lkw im Durchschnitt so laut wie zwanzig Pkw.
  • Flüstern und Kühlschrank: etwa 30 und 40 dB(A), siehe 30 dB und 40 dB.

Abstand verändert diese Werte stark. Ein Staubsauger in 1 m Entfernung ist deutlich lauter als derselbe Staubsauger im Nebenraum. Für das Gehör entscheidend ist die Dauer: Am Arbeitsplatz gelten ab 80 dB(A) Tagesbelastung Schutzpflichten, ab 85 dB(A) muss Gehörschutz getragen werden.

Straßenlärm in Dezibel: die Stufen der Lärmkarte

Die Lärmkarten zeigen keine Momentanwerte wie die Tabelle oben, sondern Jahresmittelwerte, berechnet nach EU-Vorgaben. Tagsüber (Lden) beginnen die Farben bei 55 dB, nachts (Lnight) bei 50 dB, jeweils in Stufen von 5 dB. Die höchste Stufe ist tagsüber „75 dB und mehr“, nachts „70 dB und mehr“.

Wichtig für den Vergleich: Die Werte der Lärmkarte sind Jahresmittel mit Abend- und Nachtzuschlag. Eine Straße mit 70 dB Lden ist also nicht ständig so laut wie ein laufender Staubsauger: Einzelne Vorbeifahrten sind lauter, ruhige Minuten leiser, und Abend und Nacht zählen stärker. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für Straßenverkehr einen Lden von höchstens 53 dB, also schon unterhalb der ersten Kartenstufe. Für Innenräume nennt das Umweltbundesamt deutlich niedrigere Werte: Unter 35 dB(A) tagsüber und 25 dB(A) nachts sind keine nennenswerten Beeinträchtigungen zu erwarten. Wie laut es an Ihrer Adresse ist, zeigt der Lärm-Check; die Bedeutung der einzelnen Stufen erklären die Seiten unten.

Die Lärmkarte fasst den Straßenlärm in Stufen von 5 dB zusammen. Jede Stufe hat eine eigene Seite mit Beispielen und Städten:

Häufige Fragen

Was ist Dezibel?

Dezibel (dB) ist die Maßeinheit für den Schalldruckpegel. Die Skala ist logarithmisch: 10 dB mehr werden etwa als doppelt so laut empfunden, 3 dB mehr bedeuten doppelte Schallenergie. Für Lärm wird meist dB(A) angegeben, angepasst an das menschliche Gehör.

Wie laut ist ein Staubsauger?

Ein Staubsauger erreicht laut Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg etwa 70 dB(A); das ist der Wert, den wir auf allen Seiten als Vergleich verwenden.

Wie laut ist ein normales Gespräch?

Ein Gespräch liegt bei etwa 60 dB(A), Flüstern bei etwa 30 dB(A) (Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg).

Warum klingen 10 dB mehr doppelt so laut?

Das Gehör nimmt Schall logarithmisch wahr. Eine Erhöhung um 10 dB entspricht der zehnfachen Schallenergie und wird etwa als Verdopplung der Lautstärke empfunden; 3 dB mehr sind gerade deutlich hörbar.

Ab wie viel Dezibel ist Lärm schädlich?

Dauerhafter Lärm ab etwa 85 dB kann das Gehör schädigen. Schon deutlich leiserer Dauerlärm wie Straßenlärm ab etwa 53 dB im Jahresmittel kann laut WHO Schlaf und Herz-Kreislauf belasten.

Quellen

  1. Psst! Informationen zum Thema Lärm (Referenzskala, S. 5), LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (abgerufen am )
  2. Lärm – Hören, messen und bewerten, Bayerisches Landesamt für Umwelt (abgerufen am )
  3. Lärmschutzbroschüre (Rechnen mit Dezibel), Stadt Kaiserslautern (abgerufen am )
  4. Straßenverkehrslärm, Umweltbundesamt (abgerufen am )
  5. Verordnung über die Lärmkartierung (34. BImSchV), § 4, Bundesministerium der Justiz (abgerufen am )